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Was bin oder ist ‚Ich‘?

Wir gehören nicht zu dieser materiellen Welt, die die Wissenschaft für uns konstruiert. Wir sind nicht innerhalb; wir sind draußen. Wir sind nur Zuschauer. Der Grund, warum wir glauben, dass wir darin sind, dass wir zum Bild gehören, ist, dass unsere Körper im Bild sind. Unsere Körper gehören dazu.

Nicht nur mein eigener Körper, sondern auch der meiner Freunde, meines Hundes, meiner Katze und meines Pferdes und all der anderen Menschen und Tiere. Und der Körper ist mein einziges Mittel, um mit ihnen zu kommunizieren.“

Erwin Schrödinger

Die, wenn Sie so wollen, Quintessenz all dessen ist, dass der Mensch in dem Zeitalter des Reduktionismus vor ca. 2500 Jahren lernte, aus vorhandenen Informationen, also auf Grund von Prämissen zu schlussfolgern, was zukünftig sein würde. Diese Deduktion hatte den großen Vorteil, dass sie sauber logisch war und wunderbar mit unserer Wahrnehmung klarkam.

Doch dem Menschen war das nicht genug, da die Voraussagen der Deduktion irgendwie nicht so wirklich stimmten. So kam er vor drei, vier Jahrhunderten auf die Induktion. Er lernte die Kunst der Analogie, womit er sich die Welt von wenigen Beispielen ausgehend recht leicht erklären konnte, was uns auch gewaltige, vor allem technische Fortschritte brachte.

Doch mittlerweile stehen wir an dem Übergang zu der von Howard Levine so genannten Seh-Deduktion, der Erkenntnis unserer virtuellen Realität. Auf diese Überlegung war ich schon einmal gekommen, und zwar angeregt durch das Zitat von Renault ‚createur d’automobile. Da streckte zum ersten mal der Gedanke den Kopf aus der Deckung, der, der dachte, dass wir unsere Wirklichkeit tatsächlich selbst kreieren.

Ich stelle mir das so vor: Als sich eine Samenzelle und eine Eizelle begegneten, witterte der reine Geist seine Chance, um sich zu manifestieren. Also übernahm er den Genpool sowie die vorhandene Epigenetik, die in den beiden gespeichert waren und hauchte dem Ganzen Leben ein. Jedenfalls so ungefähr stelle ich es mir vor.

Ich bin in meiner Vorstellung ein Geistkörper, eine Art Avatar, der von dem Geist gelenkt wird. Das Problem für den Geist ist nur, wenn man so will, dass die Informationen, die ihm zur Verfügung gestellt werden, durch den genetischen wie den epigenetischen Filter und durch die subjektive Wahrnehmung des Avatars gefiltert werden.

Es stehen dem Geist also keine korrekten Informationen zur Verfügung. Es sei denn, das Geistwesen rafft das, löst sich aus den Identifikationen mit existierenden Dingen und erkennt sich selbst als die Manifestation des Geistes. Nicht Materie, nicht Geist, sondern beides zusammen, aber nicht voneinander trennbar.

Dann sind wir in der Lage, unsere Realität ohne Konvention zu realisieren. Für mein Empfinden wollte Erwin Schrödinger etwas ganz Ähnliches in dem obigen Zitat ausdrücken.

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