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Realität

Es ist nicht die Frage, wie ich sein möchte, sondern was ich in und durch mein Denken manifestiere. Das ist die Realität, in der ich lebe, und nichts anderes.

Bin ich mit etwas unzufrieden an mir, dann muss ich mein Denken anders organisieren statt zu versuchen, ‚anders‘ sein zu wollen. Vorher muss ich mir natürlich darüber im Klaren sein, wie ich mich organisiert habe, so dass dabei am Ende nicht das Gewünschte heraus kam.

Es ist wie bei meinem Schreibtisch. Fällt mir auf, dass da zu viel herum liegt, muss ich aufräumen. Wie gesagt, muss ich, und nicht etwa kann ich oder so etwas. Und so ist es auch, wenn ich falsch denke. Schlechte Organisation. Das zieht zwingend eine entsprechende Realität nach sich.

Ordnung zu halten ist relativ einfach, ich brauche nur konsequent zu sein. Schwieriger ist es, wenn mir bewusst wird, dass mein Organisationssystem – also meine Denkstruktur – nicht hilfreich ist. Da wird es dann schon komplexer. Denn ein anderer kann mir nicht sagen, was für mich richtig ist. Für niemanden kann das ein anderer tun.

Es ist die Frage, was ich wirklich will. Wenn ich das klar sagen kann, dann organisiert sich die Organisationsstruktur von selbst, denn die ergibt sich unmittelbar daraus. Nur eins darf ich nicht tun: Mich davor drücken herauszufinden, was ich wirklich will und nach einer pragmatischen statt einer komplexen Lösung zu suchen.

Aufzuräumen ersetzt noch lange keine Ordnungsstruktur.

Veröffentlicht in Gedanken I