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Realisierung

„Die Wirklichkeit, von der wir sprechen können, ist nie die Wirklichkeit an sich, sondern eine gewusste Wirklichkeit oder sogar in vielen Fällen eine von uns gestaltete Wirklichkeit.“
Werner Heisenberg

Wie erschaffe ich ‚meine‘ Realität?

Es ist nicht die Frage, ob ich Realität überhaupt erschaffe, denn ich erschaffe immer Realität. Sie ist nicht einfach ‚da‘, sondern es ist ein geistiger Prozess. Die Frage ist daher, wie ich eine Realität schaffen kann, von der ich auch wirklich will, dass sie ist?

Explizites zu implizitem Wissen machen

Das Wissen um all diese Tatsachen ändert für sich alleine in meinem Leben nichts, außer dass ich mich vielleicht ärgere, mir darüber nicht schon früher Gedanken gemacht zu haben. Aber so zu denken würde mich nur gedanklich einschränken, denn dann wäre mein Gehirn damit beschäftigt, sich zu ärgern. Wie also lasse ich dieses Wissen lebendig werden?

Realisierung

Es geht also nicht mehr um das Wissen an sich, sondern um dessen Realisierung. Das Wissen hat also nichts mit der Realisierung zu tun! Das ist etwas vollkommen anderes? ‚Begriffen‘ habe ich das, als ich Motorradfahren lernte. Es ist eines zu wissen, wie man eine Kurve am besten fährt und etwas ganz anderes, das dann auch noch tatsächlich zu tun. Erst durch die Realisierung kann explizites zu implizitem Wissen werden lassen.

Das Medium schafft den Inhalt

Marshall McLuhan hat sehr gut beschrieben, dass (aber nicht warum!) das Medium, also die Form, den Inhalt generiert. Will ich also einen bestimmten Inhalt generieren, brauche ich zu allererst die Form, die überhaupt den gewünschten Inhalt generiert. Ein exzellentes Beispiel dafür findet sich auf CSS ZEN GARDEN.

Das Design

Wie also soll mein Inhalt sein? Klar, präzise, korrekt. Doch wie muss ich kommunizieren, dass ich auch so denke? Ich halte mich dabei an das Prinzip intellektueller Redlichkeit:

Sei dir keiner Sache absolut gewiss
Äußere Hypothesen statt Meinungen
Sei neugierig und offen
Glaube nur, wofür es Belege und Beweise gibt
Oder was du wirklich verifiziert hast
Schließe nicht von eigenen Erfahrungen aufs Allgemeine
Versuche, dich selbst zu widerlegen
Versuche nicht, deine Annahmen zu immunisieren
Vermeide Konzepte
Halte dich an Ockhams Rasiermesser
Argumentiere einfach und klar

Die Sache mit dem CSS

Das ist (idealerweise) die Struktur meines Denkens, sozusagen das CSS. Damit gestalte ich zu erst einmal meine Wirklichkeit. Und zusammen gestalten wir die Wirklichkeit.

Innen wie außen

Ich lebe, wie ich bin und ich bin, wie ich lebe. Eine banal scheinende Erkenntnis und doch eine ganz wesentliche, die ich mir zu Nutzen machen kann. Ich muss das mentale CSS ganz einfach auch im ganz normalen Leben anwenden.

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