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Mönch oder Prediger?

Das war die Frage, die mir kürzlich ein Freund stellte: „Als was siehst Du Dich? Als Mönch oder als Prediger?Die Entscheidung fällt leicht: Ganz klar als Mönch! Nicht als Prediger!

Damit wurde mir auch klar, dass ich mich eindeutig positionieren muss, will ich mein Ziel erreichen und nicht immer in die falsche Richtung laufen.

Also eindeutige Ausrichtung. Als Mönch, aber ohne Kutte und ohne Gelöbnis oder etwas Ähnlichem. Jedoch mit klaren ethischen Vorstellungen. Eigenen natürlich. Vor allem: Keine Konvention! Statt dessen Einfachheit, Klarheit, Besonnenheit, Präzision, Reflexion, Selbstkritik und begründeten Zweifel.

Die entscheidende Frage aber ist: Woran richte ich mich aus? Da gibt es für mich zwei sehr ähnliche Optionen: Chán und die fundamentalen Fragen der Quantenphysik. Beides sind keine Wirklichkeitskonzepte, sondern sie untersuchen, was wirklich ist.

Ein Mönch, jedenfalls verstehe ich es so, folgt nur einem, nämlich dem, was wirklich ist. Daher brauch ein Mönch vor allem Propriozeption des Denkens. Und ich auch, auch wenn ich kein Mönch im klassischen Sinn bin.

Veröffentlicht in Gedanken I