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Komplexität

Ich nehme Dinge in erster Linie körperlich wahr, ich ‚be-greife‘ sie. Entweder ich sehe etwas – oder eben nicht. Ich gehe – oder nicht. Und so weiter und so fort. Auf dieser Ebene werden mir Dinge zuerst bewusst.

Das verleitet dazu Erscheinungen ‚klassisch‘ zu interpretieren, was daran liegt, wenn ich ‚mein‘ Bewusstsein allein auf das körperlich Erfahrbare beziehe. Doch ich erlebe mehr, als ich begreife.

Ich erlebe zwar die Dinge und Ereignisse, doch das Eigentliche kann ich – im Wortsinn – nicht erleben, nämlich den zugrundeliegenden Prozess; den kann ich allein geistig erfassen.

Die Kunst besteht darin, das Erlebte nicht als das Eigentliche wahrzunehmen, sondern das Geistige. Sobald ich darüber spreche, bin ich wieder im Dualismus. Kein Entkommen. Dessen muss ich mir bewusst sein.

Bin ich mir dessen bewusst und denke entsprechend, entkomme ich der Falle des Dualismus und komme in der komplexen Wirklichkeit an.

Veröffentlicht in Gedanken I