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Epilog

„Die Welt ist alles, was der Fall ist, und auch alles, was der Fall sein kann.“
Anton Zeilinger

Philosophische Betrachtung

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ließ der Philosoph Friedrich Nietzsche in Also sprach Zarathustra einen antiken Propheten auftreten, um seinen Zuhörern die höchsten Sphären der Vernunft zu eröffnen – freilich um den Preis der Überwindung des Menschen.

Noch zugespitzter

In Stanisław Lems intellektuellem Hauptwerk von 1981 ist die Botschaft noch dieselbe, der Bote jedoch ein ganz anderer: kein erleuchteter Weiser mehr, sondern eine künstliche Intelligenz, der körperlose Supercomputer GOLEM XIV. Was er zu verkünden hat, fordert seine Zuhörer heraus:

Fazit

Der Mensch ist weder die Krone der Schöpfung noch das Ziel der Evolution oder der Gipfel der Vernunft. Schlimmer noch: Die Entwicklungspotenziale des Geistes stecken nicht in humanen Personen, sondern in molekularen Kalkülen. 

Quintessenz

Das Fazit steckt in diesem Satz: „Ihr werdet also zu einer höheren Vernunft aufsteigen, nachdem ihr die Bedingung akzeptiert habt, euch selbst aufzugeben.“ Nichts anderes, was uns auch Zen und Quantenphysik zu verdeutlichen suchen!

Mich aufgeben, um zu sein

Wir finden zu unserer eigenen Größe, wenn wir dieses ‚Ich-Denken‘ aufgeben. Obwohl, finden können wir es nicht, denn wir sind es ja. Nur ist uns das meist nicht bewusst.

Es geht also darum zu sein, was man ist.