Zum Inhalt springen →

Fragen

„Es wird immer klarer, dass nicht Umweltprobleme, Hungertod und Armut oder die allgemeine Ungerechtigkeit das eigentliche Anliegen sind, sondern die Tatsache, dass die Menschen selbst mehr und mehr zum Terror dieser Welt werden. Es sind Menschen, die einander zerstören. Sie spalten sich durch zerstörerische trennende Vorgänge in Klassen und Nationalitäten.

Wir sind zu einer gegenseitigen Gefahr geworden; denn uns trennen die organisierten Religionen, die Glaubensbekenntnisse und Dogmen mit ihren Ritualen, dieser ganze Unsinn. Kriege, Kriegsvorbereitungen und Atombomben Sie alle kennen den Schrecken dieser Welt.

Warum sind wir nach Jahrmillionen der Evolution, in denen wir enormes Wissen und Erfahrung gesammelt haben, immer noch dieselben? Warum leiden wir immer noch, hassen einander immer noch, leben in persönlichen Illusionen? Warum sind wir stammesgebunden, setzen uns für Nationalitäten ein? Wo liegt die Ursache hierfür?“

Krishnamurti

Strategisch gedacht

Es ändert sich nichts, wenn man die falsche Strategie verwendet. Das beginnt damit, sich darüber klar zu werden, dass die Misere in der Welt nicht die Schuld Einzelner ist, sondern ein Problem im Denken der Menschheit überhaupt. Also auch in meinem.

Woher weiß ich das?

Was natürlich die Frage aufwirft, wieso ich mir anmaße, wissen zu glauben, wie man richtig denkt. Auch ich habe die Wahrheit nicht gepachtet und selbstredend kann auch ich gewaltig daneben liegen. Wir Menschen gehen alle davon aus, selbst richtig zu denken. Andererseits wissen wir, dass vor hundert Jahren die Menschen ganz anders dachten, weil sie ein anderes Bild von der Welt hatten.

Wovon gehe ich aus?

Ich muss daher mein Denken klären, was ich idealerweise im Dialog mache. Genauso muss ich bereit sein, es immer wieder zu verifizieren. Die Frage ist somit, wovon ich ausgehen kann. Welcher Philosophie will ich also folgen? Einmal einer, die nicht im Widerspruch zur erlebbaren Wirklichkeit steht und zum anderen der, die ich selbst verifiziert habe.

Entscheidend ist die Frage, nicht die Lösung

Es ist müßig, darüber zu streiten, was richtig und was falsch ist, denn der eine hält das für richtig, was der andere für falsch hält. Leider gibt es keinen Schiedsrichter, der  entscheiden könnte, was denn nun wirklich richtig oder falsch wäre. Und nur mit denen gut Freund zu sein, die der selben Meinung sind wie man selbst, ist ja auch nicht das Gelbe vom Ei. Wirkliches Kommitment sieht anders aus.

Eine Frage der Strategie

Es geht um die Frage, nach oder mit welcher ideologischen Strategie ich denke. Die kann richtig oder auch falsch sein. Das muss ich selbst erkennen. Natürlich ist es einfacher, einem anderen zu folgen und sich führen zu lassen, statt das eigene Tun selbst zu verantworten. Verantwortung ist der Preis der Freiheit. Die Frage ist, worauf man sich verständigen kann.

Richtig‘ denken

Es gibt also kein eindeutiges Ziel und eine konkrete Aufgabenbeschreibung, sondern ‚nur‘ die Aufforderung ‚richtig‘ zu denken. Denn solange wir ‚falsch‘ in Bezug auf die sich uns stellenden Probleme denken, wenn wir also nicht grundsätzlich genug denken. Wie Einstein einmal sagte: Mit dem Denken, mit dem man ein Problem erschafft, wird man es leider nicht wieder los.

Welchen Prinzipien also müsste eine solche Strategie entsprechen?

Nächste Seite …