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Auswirkung

Meine persönliche Ansicht ist die, daß in einer zukünftigen Wissenschaft die Realität weder „psychisch“ noch „physisch“ sein wird, sondern irgendwie beides und irgendwie keines von Beiden.“
Wolfgang Pauli

Was bin ich?

Die Frage, wer ich bin, stelle ich mir nicht mehr, seit ich mir bewusst bin, dass ich ein vielschichtiger Prozess bin. Ich bin, wie Erwin Schrödinger es einmal formuliert hat, ein bewusstes geistiges Wesen, das Atome in Übereinstimmung mit den Naturgesetzen organisiert.

Gestalter meiner Wirklichkeit

Das bedeutet nichts anderes, als dass ich meine Wirklichkeit selbst gestalte, natürlich nicht beliebig, sondern immer im Kontext dessen, was ist. Weder bin ich abhängig noch unabhängig, sondern ich bin immer frei darin, wie ich reagiere.

Ein echtes Tetralemma

Es ist ganz schön schwierig zu sehen, wirklich zu sehen, dass ich über mein Denken reagiere und agiere, dabei aber nicht wirklich von allem anderen getrennt bin. Die Maus fragt ja auch nicht die Katze, ob sie vielleicht nicht doch Hunger hätte und bietet sich als Snack an, sondern bringt sich in Sicherheit, wenn sie einer gewahr wird.

Eins und wieder auch nicht

Doch es gilt auch zu sehen, dass allein auf der Ernährungsebene alles mit allem verwoben und Eins ist. Fressen und gefressen werden ist nun einmal ein Lebensprinzip, doch wie man damit umgeht, das ist die Frage. Wie Hans-Peter Dürr ganz richtig feststellte: Das in sich differenzierte Eine. Wirklich so zu denken bringt meine grauen Zellen erst einmal ordentlich in Unordnung. Aber nicht nur das, meine ganze bisherige Lebensart ist dann in Frage gestellt.

Was macht ein Fisch mit seinem Gehirn?

Walfische können scheinbar nichts anderes als schwimmen und kleine Fische fressen. Doch warum haben sie dann so große Gehirne? Und weshalb ist das Gehirn eines Tümmlers 40 % größer als das eines Menschen? Was macht er nur mit dieser Gehirnkapazität? Oder Pottwale, deren Gehirnkapazität es immerhin auf das sechsfache eines menschlichen Gehirns bringt.

Fragen, die mich in frage stellen

Was aber befähigt einen Schleimpilz ganz ohne eine Spur von Gehirn und Augen weder Augen Nahrung zu erkennen und sich in einem Irrgarten zu orientieren? Alles Fragen, die letztlich mich selbst gewaltig in Frage stellen!

Selbstorganisation

Für mich war das zu erkennen wie ein Befreiungsschlag. Früher sagte ich immer, dass die normalen Vorstellungsrunden soziale Produktbeschreibungen wären. Heute weiß ich, dass man damit gar nicht so falsch lag, schließlich bin das Ergebnis meiner geistig-mentalen Entscheidungen, mit denen ich ‚meine‘ Atome und damit mich selbst organisiert habe und auch weiterhin organisiere.

Was mache ich also mit dem mir zur Verfügung stehenden Potential?

Was keinesfalls bedeutet, dass es ‚mich’ geben würde. Mich gibt es so wenig wie einen Regenbogen, ein Phänomen aus dem Zusammenspiel von Wasser und Licht, das nur dann existiert, wenn jemand in dem Moment hinschaut, in dem alle Bedingungen zusammenpassen.

Ich, nur ein Phänomen

Was die interessante Frage aufwirft, ob das Wasser, das Licht und der Beobachter für sich isoliert überhaupt existieren, oder ob sie nicht alle Phänomene sind, die in Erscheinung treten und wieder verschwinden?

Fragen über Fragen

Eine sich anschließende Frage ist auch, ob sich die Dinge zufällig ereignen, wie es uns normalerweise erscheint, oder das auch absolut zufällig geschieht, also objektiv zufällig. Wenn das so ist – und das denke ich mittlerweile immer öfter, dann öffnet sich mir eine neue Welt.

Eine wirklich neue, völlig andere Welt.

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