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Wilde Wolken

Zen oder besser Ch‘an hat definitiv was. Wenn da nur nicht die teilweise üblen Entwicklungen innerhalb einiger Traditionen wären. Und wieso verschiedene Wege? Ist nicht die Wahrheit ein pfadloses Land?

Vielleicht gibt es aus diesem Grund neben den großen Traditionen konfessionslose und traditionsunabhängige Mystiker und Zen-Rebellen, welche sich direkt auf die Gründerväter der Religionen beziehen, eben das Ch’an. Diese Menschen suchen sich mit dem Geist der lebendigen Lehre zu verbinden – ungebunden, offen und weit.

Diese Nicht-Traditionen werden ‚Wilde Wolken‘ genannt. Sie passen einfach in keine Schublade. Damit ich nicht Gefahr laufe, mir selbst auf den Leim zu gehen, sehe ich mich vor allem der Wirklichkeit verpflichtet. Und was das ist, das sagt mir in erster Linie die Quantenphysik, die uns sehr viel darüber zu sagen hat. Zum Beispiel das, was auch der Buddha erkannte:

„Wir sind was wir denken,
alles, was wir sind,
entsteht aus unseren Gedanken.
Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.“

Jede Philosophie muss mit der modernen Wissenschaft im Einklang sein, sonst taugt sie ganz einfach nicht. Das bedeutet, dass sie Hand und Fuß haben muss, was eine eiserne Denkdisziplin von mir verlangt.